Liebe Parteifreundinnen, liebe Parteifreunde,
ich kann die Ablehnung des Schulkonsenses der FDP-NRW nur begrüßen!
Nach dem Motto „Prinzipien braucht kein Mensch!“
hat sich die CDU von dem dreigliedrigen Schulsystem verabschiedet und nicht
nur ein Wahlversprechen gebrochen, sondern
auch den Weg in Richtung schwarz-grün geebnet. Der CDU-Bezirkschef Herbert
Reul spricht es deutlich aus: Die CDU wird zum
„Steigbügelhalter für das ideologische Schulkonzept.“
Unsere FDP-NRW hat ihr Wahlversprechen eingehalten und bis zuletzt an der
individuellen Förderung festgehalten und ist nicht
umgefallen, als der Druck größer wurde! Untersucht man die „Darstellung der
Unterschiede zwischen der Regionalen Mittelschule
und der Sekundarschule“, wird schnell deutlich, dass hier keine
Schnittmengen erkennbar sind. Die individuelle, differenzierte
Förderung steht dem ideologischen Einheitsbrei gegenüber. Die regionale
Mittelschule soll Gemeinden bei sinkenden Schülerzahlen
eine Option offenhalten und nicht flächendeckend eingeführt werden. Der
Schulkonsens benachteiligt das bislang gut
funktionierende Schulsystem und begünstigt die Sekundarschulen durch
Sonderprivilegien. Hier ist kein liberaler Duktus zu erkennen,
hier wurde von CDU,SPD und Grünen systematisch der Untergang von Real- und
Hauptschulen besiegelt. „95 Prozent von dem,
was die Gemeinschaftsschule vorsah, werde nun möglich.“
Diese Sorgen tragen vor allem die Bildungseinrichtungen selbst. Gespräche
mit den Schulleitern der Hauptschule ‚Martinsschule‘
und der ‚Erich Kästner‘ Realschule haben uns in Kempen bestärkt, dass wir
bei dem Kampf um das dreigliedrige Schulsystem viel
Unterstützung erfahren werden – auch aus der Bevölkerung. Die Schulen sind
akzeptiert und sind zuletzt für ihre hervorragenden
Arbeit mit einem Gütesiegel ausgezeichnet worden.
Künftig werden Gesamtschulen wie Pilze aus dem Boden schießen – und
anscheinend sogar mancherorts von der FDP gefordert werden.
Vielleicht sollten sich einige noch einmal bewusst machen, wofür die FDP
schulpolitisch steht: Schulvielfalt, Schulwahlfreiheit und optimale individuelle Förderung.
Der Schulkonsens hätte unsere Positionen ad absurdum geführt. Oder mit den Worten von Jonathan Swift:
„Taucht ein Genie auf, verbrüdern sich die Dummköpfe.“
Leider haben die „Dummköpfe“ zusammen 81,2%, aber Mehrheiten schaffen noch
lange keine Wahrheiten!
Von daher hoffe ich, dass wir die Landtagsfraktion der FDP mit einer
Pressemitteilungen lautstark unterstützen werden.
Die Ablehnung des Konsenses unterstreicht wieder einmal die essentielle
Bedeutung der FDP für NRW und die Bundesrepublik.
Mit freundlich, jung-liberalen Grüßen,
Felix Grams